wenn er es dadurch auch in seinem Wert um nichts gemindert. פגם = etwas abbrechen, schadhaft machen, daher überhaupt seinen Wert vermindern.
Akiba. Nach dem Talmud erkennt auch R. Akiba den Grundsatz an, dass bei Dingen, die durch den Gebrauch abgenutzt und minderwertig werden, eine Veruntreuung erst vorliegt, wenn sie durch die Benutzung um einen Peruta-Wert minderwert geworden sind. Im Gegensatz zu den Weisen ist nur R. Akiba der Ansicht, dass dieser Grundsatz auf solche Dinge nicht anzuwenden ist, bei denen nach einmaligem Gebrauch noch gar keine Abnutzung eintritt, sondern erst nach langer und wiederholter Benutzung, wie bei einem Kleidungsstück, das geschützt zwischen anderen Kleidungsstücken getragen wird, so dass es weder auf der Innenseite durch den Körperschweiss unsauber wird noch auf der Aussenseite bestaubt oder abgerieben wird.
wenn man ihren Wert. um wenigstens eine Peruta.
sobald man einen Nutzen. und einen Nutzen im Werte einer Peruta davon gehabt hat, s. folgende Mischna.
Hat [eine Frau] eine Kette. קטלא = catella, eine Gliederkette, um den Hals zu legen.
oder hat sie aus einem goldenen. das של זהב bezieht sich auch auf קטלא und טבעת.
sobald sie einen Nutzen davon gehabt hat. weil das Gold sich nicht abnutzt. Wenn der Genuss, den sie davon gehabt hat, wenigstens einem Peruta-Wert entspricht, hat sie deshalb eine Veruntreuung begangen und muss sie einen diesem Genuss entsprechenden Ersatz an das Heiligtum zahlen.
wenn er ihren Wert dadurch. um wenigstens eine Peruta.
Hat jemand von einem Sündopfer. oder einem anderen hochheiligen Tier.
wenn er es dadurch minderwertig gemacht hat. Das ist aber nur der Fall, wenn das Tier fehlerbehaftet ist, so dass es ausgelöst werden muss, da es dann für die Auslösung durch das Fehlen der Wolle in seinem Wert herabgesetzt ist. Ein fehlerloses Tier dagegen, das zur Darbringung bestimmt ist, wird durch das Fehlen der Wolle nicht minderwertig, da es für die Darbringung gleichgültig ist, ob die Wolle noch daran ist oder nicht, da richtet es sich deshalb nur nach dem Nutzen, den er von seiner Veruntreuung gehabt hat (Talm., Maim. הלכות מעילה VI, 2. S. dagegen Abraham ben David z. St.).
wenn von einem toten. einerlei ob es fehlerfrei oder fehlerbehaftet war.
sobald er einen Nutzen davon gehabt hat. weil bei dem toten Tiere eine Auslösung nicht mehr in Frage kommt (s. Temur. VII Note 19). Eine solche Veruntreuung an dem toten Tiere gilt jedoch nur nach rabbinischer Verordnung als Veruntreuung, da nach Tora - Vorschrift tote Opfertiere der Veruntreuung überhaupt nicht unterliegen (Talm. 12 a, Maim. הלכות מעילה III, 1).